Sonstiges - Maubich

Der Maubich ist eine uralte Lantershofener Kuchenspezialität mit einem eigenen dörflichen Geheimrezept. Maubichkuchen ist in der (früher) obstlosen Zeit bis zum Sommer hinein mit seinem Aufstrich von Birnenkraut aus getrockneten Birnen in vielen Lantershofener Haushalten eine besondere Delikatesse.

Das Maubichbacken hat in Lantershofen eine lange Tradition und seine eigene Geschichte. Die Hauptzutat sind die Birnen, die im Herbst gepflückt, geschälen, getrocknet, und dann nach einem Geheimrezept zu Birnenkraut, auch Birnenmus genannt, verarbeitet werden.


Regelmäßig im Juli des folgenden Jahres wird im Dorf dann das beliebte „Maubichfest“ gefeiert, auf welchem der Maubichkuchen, aus heimischen Birnen gewonnen, zum Verkauf angeboten wird.

Im Herbst nach dem Pflücken treffen sich die Junggesellen im „Spritzenhäuschen“ - mit Schälmessern bewaffnet - zur ersten Verarbeitungsstufe, dem „Birreschälle“. Tatkräftige Unterstützung finden die Junggesellen hierbei regelmäßig durch die „Brötchesmädchen“, welche die Junggesellen bei deren vielfältigen Aufgaben tatkräftig unterstützen.

Bei bulliger Hitze, entfacht durch den glühenden Kanonenofen, heißem Tee und Glühwein schälen, vierteilen und entkernen die fleißigen Hände kiloweise die reifen Birnen. Manch einer sucht zwischendurch Abkühlung auf der Bank vor dem Spritzenhäuschen und trinkt sich einen heißen Tee.

Nach dem Trocknen der gevierteilten Birnen im alten "Backes" beginnt dann die Herstellung des Birnenkrautes nach alter Überlieferung und nach dem geheimen Lantershofener Rezept.

Im Juni dann feiern unsere Junggesellen zusammen mit dem Dorf und vielen auswärtigen Gästen - z.B. von der Ahr - am Winzerverein das bekannte traditionelle Maubichfest.

Die vom Kirmesfrühschoppen der Junggesellen-Schützengesellschaft bekannten und beliebten Lantershofener "Brötchesmädche", welche die Junggesellen bei vielen Anlässen unterstützen, verwandeln sich beim Maubichfest der Junggesellen in "Maubichmädche" und servieren und verkaufen Ihnen den "Lantesche Maubich".