Aktuelles - Neues vom Verein

Quartal: 1/2017, 4/2016, 3/2016, 2/2016, Archiv

Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 30.04.2017 - 27.03.2017
Johannes Schütz / 27. März 2017

Liebe Junggesellen,

zu der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung möchte ich Euch hiermit herzlich einladen. Die Versammlung findet am Samstag, den 30.04.2016 um 20 Uhr, in der Lambertushütte am Ender der Lambertusstraße in Lantershofen statt.

Tagesordnung:

  1. Gefallenenehrung
  2. Neuaufnahmen
  3. Feststellen der Beschlussfähigkeit
  4. Bericht des Schriftführers Marco Böhm
  5. Bericht des Kassierers Maurice Ley
  6. Bericht der Kassenprüfer Christian Dünker und Stefan Dünker
  7. Entlastung des Vorstands
  8. Neuwahl des Vorstands
  9. Neuwahl der Fähnrichsbegleiter
  10. Neuwahl der Kassenprüfer
  11. Verschiedenes

Anträge zur Änderung der Tagesordnung sind spätestens drei Tage vor der Versammlung schriftlich bei Hauptmann Johannes Schütz einzureichen.
Erscheint bitte möglichst pünktlich, damit die Versammlung einen zügigen Verlauf nehmen kann.

In der Hoffnung auf eine gesellige und gutbesuchte Versammlung wünschen wir uns und Euch viel Spaß und gutes Wetter in der Mainacht.

Mit Junggesellengruß


Johannes Schütz
-Hauptmann-

 
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Fahnen der Lantershofener Junggesellenschützen erneuert - 17.03.2017
Stefan Dünker / 24. März 2017

Notwendige Arbeiten durch großzügige Spenden ermöglicht

Am vergangenen Freitag, den 17.03.2017, hatte die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen eine Reihe von Gästen zu einer Messe in der Hauskapelle des Studienhauses St. Lambert auf Burg Lantershofen geladen. Anlass war die Einsegnung der neu angeschafften Schwenkfahne der Schützengesellschaft. Die Messe wurde vom Regens des Studienhauses, Dr. Volker Malburg, zelebriert und von den Junggesellenschützen mitgestaltet. Neben den Lantershofener Junggesellenschützen und dem Tambourcorps wohnten der Einsegnungsmesse viele der ehemaligen Hauptleute und Schwenkfähnriche der Gesellschaft bei. Zu den Gästen zählten auch der Lantershofener Ortsvorsteher, Leo Mattuscheck, und der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Bad Neuenahr-Ahrweiler, Horst Gies sowie die privaten Spender. Der Brauch, neue Fahnen im Rahmen einer Messe einsegnen zu lassen, ist bereits seit dem 10. Jahrhundert nachweisbar und heute noch vor allem in den katholischen Gebieten bei Traditionsvereinen weit verbreitet. Im Anschluss an die Messe luden die Schützen noch zu einem kleinen Sektempfang in die an diesem Abend von einigen "Brötchesmädche" bewirtete Burgkneipe ein, auf deren Vorplatz auch das "Einschwenken" der neuen Fahne durch Fähnrich Matthias Schopp erfolgte.

Neben der Erneuerung der Schwenkfahne hat die Lantershofener Junggesellen-Schützen-Gesellschaft im vergangenen Jahr zudem die grundlegende Restaurierung ihrer Tragfahne durchführen lassen. Beide Maßnahmen waren nur durch die großzügige Unterstützung durch mehrere Spender und Förderer möglich


Regens Dr. Volker Malburg segnet im Beisein von König Robin Grießel, Hauptmann Johannes Schütz und Schwenkfähnrich Matthias Schopp die neue Schwenkfahne.
Foto: Dirk Unschuld

König Robin Grießel, Schwenkfähnrich Matthias Schopp, Kassierer Maurice Ley, Tambourmajor Nils Henscheid, Schriftführer Marco Böhm und Hauptmann Johannes Schütz präsentieren stolz die frisch gesegnete Schwenkfahne. Foto: Dirk Unschuld

Die Spender:

Die Kosten für die Anschaffung der neuen Schwenkfahne und die Restaurierung der Tragfahne beliefen sich gemeinsam auf rund 6000 €. Ein Drittel des Betrags wurde von der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft aus eigenen Mitteln aufgebracht. Zuschüsse zu den Kosten gewährten die Gemeinde Grafschaft und der Kreis Ahrweiler. Gedeckt werden konnten die Kosten jedoch erst durch die großzügigen Spenden der Raiffeisenbank Voreifel eG und der Kreissparkasse Ahrweiler, der Eheleute Wilfried und Johanna Huff sowie von Sven Krämer. Zudem führte die Schreinerei Hoppe aus Ahrweiler die Neulackierung des Tragfahnenstockes kostenlos durch.

Die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen spricht allen Spendern und Förderern ihren herzlichen Dank dafür aus, dass sie den Erhalt und die Erneuerung dieser für die Dorfgemeinschaft und die Junggesellenschützen so wichtigen und symbolträchtigen Stücke ermöglicht haben.

Die Fahnen der Lantershofener Junggesellenschützen:

Die neue Schwenkfahne ist die vierte Schwenkfahne der Gesellschaft und entspricht motivisch weitestgehend ihren beiden Vorgängern aus den Jahren 1957 und 1987. Sie trägt kreisförmig den Schriftzug "Junggesellen-Schützen Lantershofen" und dazwischen die Jahreszahlen 1835, das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung des Junggesellenvereins Lantershoven, und 2016 als Stiftungsjahr. Ihr Zentralmotiv ist eine Ährengarbe mit davor gekreuzter Sense und Rechen - heraldische Symbole für die landwirtschaftliche Tradition Lantershofens - gebunden mit einem Band in grün-weiß, den Farben der Schützengesellschaft. Eine darunterliegende Weinranke symbolisiert die historische Bedeutung des Weinbaus in Lantershofen. In den vier Ecken der Schwenkfahne finden sich als Symbole zwei für das Schützenwesen stehende Zielscheiben mit dahinter gekreuzten Gewehren und zweimal ein dreiblättriges Eichenlaub als heraldisches Symbol der Treue und der Vaterlandsliebe.

Die restaurierte Tragfahne ist die zweite Tragfahne der Gesellschaft. Sie wurde 1967 gestiftet und ersetzte eine Vorgängerfahne aus dem Jahr 1879. Die aktuelle Tragfahne zeigt auf ihrer Vorderseite, die mit grünem Samt besetzt ist, als Hauptmotiv den Heiligen Lambert von Lüttich mit Bischofsstab, Bibel, Mitra und Nimbus. Links des Hauptmotivs findet sich der Schriftzug: "Junggesellen-Schützengesellschaft St + Lambertus" und darunter die Abbildung einer Armbrust als Symbol für das Schützenwesen. Rechts des Hauptmotivs befindet sich der Schriftzug: "Lantershofen 1492-1967". Die beiden Jahreszahlen stehen für das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung eines Lantershofener Schützenwesens und das Stiftungsjahr. Über diesem Schriftzug findet sich die Abbildung eines Kreuzes als Bezug zur christlichen Tradition der Lantershofener Schützen. Zentrales Motiv der Fahnenrückseite aus weißem Tuch ist das Wappen der Grafen von Blankart, welche zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit mit Burg Lantershofen einen Adelssitz im Ort unterhielten. In einem kreisförmigen Schriftzug um das Wappen sind die Werte abgebildet, auf welche sich die Gesellschaft beruft: "Religion und Tugend, Arbeitsamkeit und Fleiß, Frohsinn und Scherz, Eintracht und Liebe".


Die kirchliche Seite der Tragfahne zeigt den Schutpatron der JSG, den heiligen Lambert von Lüttich. Foto: Robin Grießel
Auf der weltlichen Seite sind das Wappen der Grafen von Blankhart und die Werte der JSG dargestellt. Foto: Robin Grießel

Die Anschaffung der neuen Schwenkfahne und die Restaurierung der Tragfahne:

Da das Fahnentuch der Schwenkfahne durch das Schwenken einer sehr hohen Materialbelastung ausgesetzt wird, muss es in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Das 1987 zuletzt erneuerte Fahnentuch hatte nach beinahe 30 Jahren seine Altersgrenze erreicht, sodass bei einer weiteren Verwendung irreparable Schäden an der Fahne zu befürchten gewesen wären. Deshalb entschied sich der Vorstand der Junggesellen bereits zu Beginn des vorletzten Jahres für eine baldige Neuanschaffung des Schwenkfahnentuches. Auch die Generalversammlung im Mai 2015 befürwortete diese Maßnahme. Im Sommer des gleichen Jahres lud man die ehemaligen Schwenkfähnriche der Gesellschaft aus verschiedenen Generationen zu einer gemeinsamen Beratung darüber ein, worauf bei einer Neuanschaffung besonders zu achten sei. Der Einladung folgten Hermann Mombauer (Fähnrich 1963-66 und 1969-70), Walter Dünker (Fähnrich 1976-80) und Martin Dünker (Fähnrich 2005-2010), die wichtige Anregungen für die weitere Entscheidungsfindung beitragen konnten. Die Auftragserteilung zur Neuanschaffung des Fahnentuchs erfolgte nach Klärung der Finanzierung im Sommer letzten Jahres. Aufgrund von Gesprächen mit dem Fahnenmaler Bernd Klihm aus Bad Honnef, einem der wenigen Anbieter in Deutschland der das Kunsthandwerk der Herstellung hochwertiger Traditionsfahnen noch ausübt, kam der Vorstand der Junggesellenschützen überein, das neue Fahnentuch nicht bedrucken sondern traditionell von Hand bemalen zu lassen. Dieses Verfahren ist zwar deutlich aufwändiger und kostenintensiver, jedoch ist das Ergebnis auch weitaus höherwertiger. Motivische Anpassungen der Fahne wurden nur sehr behutsam vorgenommen. So unterscheiden sich einige Nuancen bei der Farbgebung, insbesondere bei den Jahreszahlen, welche der Farbgebung der übrigen Schriftzüge angepasst wurde, um sie weniger in den Betrachtungsfokus zu stellen. Verändert wurde auch die Anordnung der Weinranken. Umrahmten diese zuvor die Ährengarbe, sind sie nunmehr unterhalb ausgebreitet dargestellt um die im optischen Gesamteindruck störenden Freiflächen unterhalb der Jahreszahlen zu schließen. Beim Material des Fahnentuchs entschied man sich anstelle der bisherigen Schapperipsseide für ein dünneres aber belastbareres und optisch gefälligeres 155g/m²-Polyestergewebe. Auch die neue Fahne erhielt wieder eine Umrandung aus Fransen. Das Annähen der Fransen erfolgte durch die Fahnenwerkstatt des Klosters Nonnenwerth. In Übereinstimmung mit der Empfehlung der ehemaligen Schwenkfähnriche wurden die Fransen gegenüber der Vorgängerfahne deutlich gekürzt. Die Länge der Fransen hat einen großen Einfluss auf die Schwenkbarkeit der Fahne, da sie einen erheblichen Luftwiderstand bieten und mit zunehmender Länge die Fahne beim Schwenken stärker abbremsen, was das Schwenken der alten Fahne sehr kraftraubend machte.


Hier zu sehen ist die digitale Umsetzung der neuen Schwenkfahne. Darstellung: Fahnenmaler Bernd Klihm

Fähnrich Matthias Schopp zeigt, dass sich auch an die neue Fahne bravourös schwenken lässt Foto: Dirk Unschuld

Die Tragfahne der Gesellschaft besteht aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien, ist aufwendig bestickt und enthält wertvolle Materialien wie eingewirkte Goldfäden und ist damit nochmals deutlich aufwendiger verarbeitet als die Schwenkfahne. Sie ist im Vergleich zur Schwenkfahne niedrigeren Materialbelastungen ausgesetzt. Es ist daher deutlich seltener erforderlich, das Tragfahnentuch - wie zuletzt 1967 - komplett zu ersetzen. Im Abstand einiger Jahrzehnte ist es jedoch erforderlich, die Fahne fachkundig restaurieren zu lassen, da ihre fortwährende Verwendung schon allein durch ihr Eigengewicht zu Beschädigungen des Materials führt. Entsprechende Restaurierungsarbeiten wurden im vergangenen Jahr wieder erforderlich und durch die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft in Auftrag gegeben. Die Arbeiten wurden in der Fahnenwerkstatt des Klosters Nonnenwerth durchgeführt. Die Fahne musste unter anderem vollständig auseinandergetrennt, gereinigt, geglättet und neu zusammengenäht werden. An beschädigten Stellen wurden neue Goldfäden eingezogen und Stickereien ausgebessert. Außerdem wurden neue Karabinerhaken zur Befestigung am Fahnenstock eingesetzt. Als einzige optische Veränderung wurde in Absprache mit dem Vorstand der Junggesellenschützen eine dünne beidseitig umlaufende Borte ersetzt, die im Gegensatz zum vorherigen Wellenmuster nunmehr ein Kreuzmuster ziert.

Mit der Neuanschaffung und der Restaurierung der für die Gesellschaft so wichtigen Fahnen haben die Junggesellenschützen mithilfe der Spender und Förderer einen wichtigen Beitrag dafür geleistet, dass die Brauchtumspflege in Lantershofen auch in den nächsten Jahrzehnten in der gewohnten Weise fortgeführt werden kann.

 
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Ausverkaufte Kappensitzung in Lantershofen ließ die Jecken toben - 11.02.2017
Dirk Unschuld / 14. Februar 2017

Burgherren waren die Stars des Abends
Mischung aus Rednern, Musik und Tanz passte perfekt

Was für eine rauschende Karnevalsnacht in Lantershofen!

Dass der Ort auch ohne offiziellen Karnevalsverein eine Hochburg des Grafschafter Fastelovends ist, stellte man jetzt erneut eindrucksvoll unter Beweis – ein Wochenende im Zeichen ausgelassenen Narrentums. Dabei mussten die Lantesche Jecken in diesem Jahr ausweichen, wird doch das eigentliche Hauptquartier Winzerverein derzeit umfangreich renoviert. So gewährte das Studienhaus St. Lambert den Karnevalisten in der Halle der „Burg“ Zuflucht. Daher auch das diesjährige Motto „Fastelovend ohne Pause – in der Burg die große Sause“. Den Auftakt machte die traditionelle Kappensitzung, deren Besucherzahlen in den vergangenen Jahren etwas zurückgegangen waren.

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Die Ahrweiler KG eröffnet das Bühnenprogramm.
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Doll und Döllchen sind als erste in der Bütt.

Darauf reagierend, startete die Veranstaltung in diesem Jahr einfach ein paar Stunden früher und setzte beim Programm konsequent auf rundum hochwertigen Lokalkolorit.Ein erfolgreicher Schachzug, bevölkerten doch mehr als 200 Jecken die restlos ausverkaufte Halle. Mit Erich Althammer übernahm ein echtes Urgestein des Lantershofener Fasteleers routiniert und souverän die Sitzungspräsidentschaft und konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Regens Dr. Volker Malburg, Subregens Philip Peters, Ortsvorsteher Leo Mattuscheck und Schützenkönig Robin Grießel. Zuvor war der Elferrat musikalisch begleitet vom komplett in Mönchskutten gewandeten Tambourcorps der Junggesellen-Schützen in die Burghalle einmarschiert.

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Ganz ohne Worte kommt das Ouzo-Duo aus.
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Gabi Fabritius sorgt in der Bütt für viele Lacher.

Neben den Junggesellen sorgte vor allem das meisterliche Ensemble der Musikfreunde Lantershofen für die perfekte, musikalische Unterhaltung. Da passte es wie die Faust aufs Kinn, dass die Veranstaltungsorganisation ebenfalls in den Händen von Musikfreunden und Junggesellen lag.

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Regens und Subregens hatten sich eine Menge für ihren Auftritt einfallen lassen.
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Die Musikfreunde sorgten unter Daniel Feist für die passende musikalische Untermalung.

Den Reigen der Büttenredner eröffneten die aus Walporzheim angereisten Stefan und David Jacobs, letzterer übrigens erst am Vorabend zum Prinzen der KG Walporzheim proklamiert, als „Ein Bergfan und eine Wasserratte“. Frei nach dem Motto: Lange Unterhose gegen Bikini.

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Tänzerisches sorgten unter Anderem die
Bachemer Merle für Fuore.
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Erich und Monika Althammer wirbelten als Oma und Opa durch die Bütt.

Danach wussten die „Freibeuter“ in Person von vier Lantershofener Vätern samt Töchtern mit ihrer Piratentanzperformance zu gefallen, bevor mit Gerda und Stefanie Doll als „Doll und Döllchen“ erneut ein Rednerduo den Angriff auf die Lachmuskeln initiierte – und wie. Mutter und Tochter erinnerten an eine weibliche Version des legendären Colonia Duett und brannten ein wahres Gag-Feuerwerk ab, das mit einer Rakete die verdiente Belohnung erhielt. Lieblich und zugleich tänzerisch-artistisch ging es beim Gelsdorfer Männerballett zur Sache, das manch waghalsige Tanzfigur auf Lager hatte. Mit den artistischen Glanzleistungen war es damit allerdings noch lange nicht genug, denn die weit über die Grenzen des Ahrtales hinaus bekannten „Bachemer Merle“ zeigten Showtanzkunst feinsten Kalibers. In der vergangenen Session noch mit russischem Motto unterwegs, widmen sich die Merle in diesem Jahr ganz den kölschen Tön – sehr zur Freude der Jecken. Und auch in der Bütt ging es weiter rund: So plagte sich Gabi Fabritius als „Frau im Internet“ mit den Tücken der digitalen Welt, entpuppte sich doch der erotisch-attraktive Adonis auf dem Computer-Bildschirm nur als Verärgerungsgrund für den Ehemann – überhöhte Telefonrechnung inklusive.

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Hoher Besuch aus Köln:
Der Sitzungspräsident Volker Weininger.
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Hinter diesen lustigen Geschöpfen stecken
Frank Luxem, Hannes Dengg und Jürgen Holzapfel.

Das Lantesche-Dorfleben des vergangenen Jahres nahmen „Heidi un Jupp“ alias Hannes Dengg und Elmar Zillgen in Reimform aufs Korn. Ob Birnensortengarten ohne Früchtchen, barrierefreier Winzerverein oder pferdeloser St. Martin – das Duo ließ im Doppelpass kein Ereignis aus. Auf Vermittlung des Grafschafter Kulturvereins „Kulturlant“ war in Person von „Sitzungspräsident“ Volker Weininger auch ein kölscher Fastelovendsprofi in die Burg gekommen. Mit leicht angesäuselter Stimme propagierter Weininger die Vorzüge gepflegten Alkoholgenusses und verglich die Karnevalszeit mit Weihnachten. Dass dabei zerbröselter Christstollen ins Kölsch geriet, war sicher nicht im Sinne des Erfinders. Als „Stradivari unter den Arschgeigen“ bekam bei der Gelegenheit auch US-Präsident Donald Trump sein Fett weg. Das „Ouzo-Duo“ Dani Cellner und Lefti Salomidis hatte zuvor mit einem Pantomimenspiel in bester Charlie-Chaplin-Manier die Lacher auf seiner Seite. Dann musste Elferratsmitglied Jörg Bender interimistisch die Sitzungsleitung übernehmen, denn Präsident Erich Althammer enterte mit Schwiegertochter Monika als „Oma un Opa“ die Bühne. Dabei dürfte es die „Oma“ frustriert haben, dass ihr der „Opa“ einst nur deshalb das Ja-Wort gab, weil Fertiggerichte noch nicht zu kaufen waren. Abgerundet wurde das gut sechsstündige Programm durch die Auftritte von Burgprinz Markus I. samt Elferrat, dem „Lantesche Trio“ Hannes Dengg, Frank Luxem und Jürgen Holzapfel mit einem Kopfüber-Puppenspiel und die in schwarz-weißen Strumpfhosen verknoteten „Echte Fründe“, deren Tanzversuche für viel Gelächter im Saal sorgten.

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Der Burgprinz Markus I. mit seinem Elferrat.
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Alle Mitwirkenden auf der Bühne zum Abschlusslied.

Unumstrittene Superstars des Abends waren aber die Gastgeber Volker Malburg und Philip Peters. Das, was die beiden „Burgherren“ da auf die Bretter brachten, war dermaßen unterhaltsames Entertainment, dass sich mancher Bühnenprofi noch eine Scheibe hätte abschneiden können. Da nahm man die traditionelle „Männerrunde“ beim Lantershofener Kirmes-Festkommers auf die Schippe, um in einer Ode auf die Brötchesmädchen zu enden. Jesus geriet an einer Kreuzung in Lebensgefahr, Untertitel „kreuze mich nicht an der Unterführung“. Statt „Amen“ hieß es plötzlich „Prost“ und in einem atemlosen Rap pries Peters die Partytauglichkeit seines Sidekick Malburg. Auch der versehentlich dazwischenfahrende Sitzungspräsident musste als „fieser Möpp“ vor dem jecken Klerus kapitulieren. Nicht minder rockig kam das Malburg-Solo „Aber bitte mit Sahne“ daher, in der selbiger alle Diätpläne hemmungslos über Bord warf. Der Burgsaal tobte und sang geschlossen mit, auch als das Duo den Song „Lotusblume“ flugs in „Lantershofen“ um-textete. Blieb „nur“ noch das große Finale, bei dem sich alle Künstler nochmals dem restlos begeisterten Volk präsentierten.

 
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Patronatsfest der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft zu Ahrweiler - 21.01.2017
Marco Böhm/ 03. März 2017

Der Vorstand unserer Gesellschaft folgte am Samstag den 21. Januar der Einladung der befreundeten Bürgerschützengesellschaft aus Ahrweiler anlässlich deren Patronatsfestes.

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Hauptmann Johannes Schütz und Schützenkönig Robin Grießel. Fotos in diesem Bericht: Stefan Dünker
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Hauptmann der Bürgerschützen Jürgen Knieps hält seine Rede.

Nach der Teilnahme an der heiligen Messe ging es für alle in das neben der Kirche gelegene Bürgerzentrum um mit dem offiziellen Teil der Veranstaltung fortzufahren. Neben dem Hauptmann der Bürgerschützen Jürgen Knieps und der Majestät Willi Busch richteten unter anderem Präses Jörg Meyrer und der Hauptmann unserer Brudergesellschaft aus Ahrweiler ihre Worte an das Auditorium. Zwischen den Reden wurden die Zuglieder einiger Züge der Bürgerschützen angestimmt, die musikalisch begleitet wurden. Der offizielle Teil endete gegen 21:45 Uhr und man ging zum gemütlichen Beisammensein mit dem gesellschaftseigenen Schützenwein über und sprach mit den anderen Anwesenden über Gott und die Welt. Die auf der Empore sitzenden Musiker untermalten die Veranstaltung weiterhin mit ihrer Musik bis sie zum Ende der Veranstaltung um 0:00 Uhr die heimliche Nationalhymne von Ahrweiler, den „Graf Waldersee“ Marsch anstimmten. Nachdem die letzten „Schlüssel- Glocken“ verstummt waren machte man sich auf den Abend zu beschließen, jeder auf seine Weise.

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Dank ausliegender Liedhefte können die Zuglieder gemeinsam gesungen werden.
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Gesellschaftseigener Schützenwein wird durch die Bürgerschützen Ahrweiler ausgeschenkt.

 
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Winterwanderung der Junggesellen-Schützen - 07.01.2017
Thomas Schaaf / 14. Januar 2017

Alljährlich zum Beginn des Jahres startet die Junggesellen-Schützengesellschaft St. Lambertus Lantershofen mit ihrer beliebten tageslangen und traditionsreichen Winterwanderung „Rund um Lantershofen“ in das neue Jahr. Unter Leitung von Junggesellen-Hauptmann Johannes Schütz und Wanderführer Maurice Ley startete man wie üblich von der Lambertuskirche aus mit der nötigen Verspätung, die allerdings für manchen Spätzünder immer noch nicht ausreichte. Neben den Junggesellen sind auch immer die Brötchesmädchen und deren Partner mit von der Partie. Bei knackigen sieben Minusgraden war in diesem Jahr warme Kleidung von Vorteil, flüssige Rucksackverpflegung förderte neben dem straffen Wandern die Körpertemperatur.


Im Schwertstal am Abzweig zum Schießstand und Flughafen hatte der Bürgervorstand für die Wandesleut ein "Altärchen" aufgebaut.
Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.


Ein reiches Angebot an herrlichen Likören und Schnäpsen vorwiegend aus den beiden örtlichen Brennereien stärkte die fröhliche Wandergesellschaft.

Zwischenstation machte die Wandergesellschaft beim von der Bürgervereinigung aufgebauten „Altärchen“  im Schwertstal am Abzweig zum Schießstand und Flughafen. Angeboten wurden hier so ziemlich alle Produkte aus den beiden heimischen Brennereien Schütz und Krämer. Besonders bei den Brötchesmädchen ging der liebliche Birnenlikör weg „wie warme Semmeln“. Ziel der Rundwanderung war diesmal die Heppinger Schutzhütte, die im Rahmen der Winterwanderung zuletzt vor 10 Jahren aufgesucht wurde. Bei Bowle, Glühwein, knackigen Siedewürstchen und Gulaschsuppe verbrachte die Wandertruppe dort einige gesellige Stunden. Der Abstieg vom Heppinger Berg war wegen überfrierender Nässe deutlich erschwert, allerdings lockte der Ausblick auf die Einkehr in Osmans Stadtschänke, wo der gelungene Tag dann seinen Abschluss fand.

[Bilder und Text mit freundlicher Genehmigung von www.lantershofen.de]

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