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Quartal: 2/2017, 1/2017, 4/2016, 3/2016, Archiv

Generalversammlung der Lantershofener Junggesellen-Schützen-Gesellschaft - 01.05.2017
Stefan Dünker / 02. Mai 2017

- Sechs von neun Vorstandsposten wurden neu besetzt -

Am vergangenen Sonntag, den 30. April 2017, fand die Jahreshauptversammlung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen statt. Seit jeher steht der Vorabend des Maifeiertags in Lantershofen ganz im Zeichen der Junggesellenschützen. Schon die sogenannten „Maigesetze“ von 1835 ordneten für diesen Abend eine Generalversammlung an, in deren Rahmen auch die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gesellschaft erfolgen sollte.

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Die Spitze wird am Stamm befestigt und geschmückt.
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Wichtigstes Utensil sind die sogenannten Micken.

Eingeläutet wurde das diesjährige lange Maiwochenende bereits am Donnerstag, als die Mitglieder der Lantershofener Junggesellenschützen gemeinsam den über 30 Meter langen Fichtenstamm für den Dorfmaibaum aus dem Wald oberhalb des Dorfes abholten und an den Dorfrand transportierten. Am Samstag erfolgte dann das Aufstellen eben jenes Maibaums auf dem „Frumech“, dem Vorplatz der Lantershofener St. Lambertus-Kirche. Bereits seit einigen Jahrzehnten errichten die Lantershofener Schützen den Dorfmaibaum wieder auf traditionelle Art und Weise mit reiner Muskelkraft, ohne die Verwendung technischer Hilfsmittel. Im Anschluss bedankte sich die Bürgervereinigung Lantershofen bei den Junggesellen für deren tatkräftigen Einsatz mit Bier und Fleischwurstbrötchen. Am Sonntag gegen 19 Uhr wurde der Mai dann offiziell bei bestem Wetter durch ein Maiansingen auf dem Frumech begrüßt. Hierzu spielte das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft auf und der Männer- und Frauenchor des MGV „Cäcilia“ Lantershofen brachte ein gesangliches Ständchen dar. Auch ein Fändelschwenken der Junggesellen gehört traditionell zur Begrüßung des Mai-Monats. Anschließend zogen die Mitglieder der Junggesellenschützen unter klingendem Spiel durch die Straßen des Ortes zur Lambertushütte um ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten. Der von der Bürgervereinigung traditionell im Winzerverein Lantershofen veranstaltete öffentliche Tanz in den Mai musste in diesem Jahr leider ausfallen, da dort derzeit durch die Gemeinde umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Da diese aber bis zur Kirmes im September abgeschlossen sein sollen, können im kommenden Jahr sowohl der Tanz in den Mai als auch die Generalversammlung der Junggesellenschützen voraussichtlich wieder im Winzerverein stattfinden.

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Mit viel Kraft wird der Baum gen Himmel gedrückt.
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Im Mai thront der Maibaum über Lantershofen..

Um 20:32 Uhr eröffnete Junggesellen-Hauptmann Johannes Schütz die Jahreshauptversammlung der Lantershofener Schützen und begrüßte die zahlreich erschienenen Gesellschaftsmitglieder. Man gedachte zunächst gemeinsam in einer Schweigeminute aller im Laufe der Geschichte verstorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. Darauf folgte die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gesellschaft. Wieder konnten mit Simon Goldbach und Johannes Münch neue Junggesellen für den Verein gewonnen werden, sodass die stattliche Anzahl von insgesamt mehr als 70 Vereinsmitgliedern weiterhin gehalten wurde. Im Anschluss wurde die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt, da mit der Anwesenheit von 48 der 61 aktiven Vereinsmitglieder das von der Satzung geforderte Quorum von 50 % ohne Probleme erreicht war. Schriftführer Marco Böhm und Kassierer Maurice Ley fassten das zurückliegende Vereinsjahr in Form eines Geschäfts- und eines Kassenberichtes nochmals zusammen. Für die Kassenprüfer Christian Dünker und Stefan Dünker sprach letzterer und bescheinigte dem Vorstand eine korrekte Buchführung. Er bestätigte den satzungskonformen und sorgsamen Umgang mit den Mitteln der Gesellschaft und stellte fest, dass die finanzielle Lage des Vereins nach wie vor grundsolide ist. Der von den Kassenprüfern empfohlenen Entlastung des Vorstands entsprach die Mitgliederversammlung einstimmig.

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Simon Goldbach beim Eintritt in die Gesellschaft.
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Johannes Münch beim Eintritt in die Gesellschaft.

Zahlreiche Neuerungen brachte die nun folgende Neuwahl des Vorstandes. Bei den Lantershofener Junggesellen stehen jedes Jahr alle Ämter zur Wahl. Eingeleitet wurden die Wahlen durch die von Schützenkönig Robin Grießel geleitete Neuwahl des Hauptmanns. Die Gesellschaft bestätigte per Akklamation einstimmig den bisherigen Posteninhaber, Johannes Schütz, in seinem Amt als Vorsitzender der Gesellschaft. Dieser übernahm damit auch die weitere Leitung der Versammlung. Als nächstes stand der Posten des 1. Offiziers und stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl. Der bisherige Amtsinhaber, Lars Henscheid, verzichtete auf eine erneute Kandidatur und schied somit aus dem Vorstand aus. Henscheid war seit der außerordentlichen Generalversammlung im September 2016 stellvertretender Vorsitzender gewesen, zuvor hatte er von der Mainacht 2014 bis zur Mainacht 2016 das Amt des Tambourmajors innegehabt. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige 2. Offizier der Gesellschaft, Justin Waldecker, und wurde ohne Gegenkandidaten einstimmig per Akklamation von den Mitgliedern gewählt. Um den somit vakant werdenden Posten des 2. Offiziers bewarb sich Christian Herz und wurde ebenfalls ohne Gegenkandidaten einstimmig per Handzeichen von der Gesellschaft gewählt. Der neue 2. Offizier ist 18 Jahre alt und wohnt im Dorfgraben. Er ist seit der außerordentlichen Generalversammlung im vergangenen September Mitglied der Gesellschaft und nahm an der vergangenen Kirmes als Mitglied der Infanteriegruppe teil. Er besucht derzeit die 12. Klasse des Peter-Jörres-Gymnasiums in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zur ersten geheimen Wahl des Abends kam es bei der Neubesetzung des Amtes des Tragfähnrichs. Amtsinhaber Benedikt Queckenberg trat nach zwei Jahren als Schriftführer und einem Jahr als Fähnrich der Tragfahne nicht erneut für den Vorstand an. Um seine Nachfolge konkurrierten der bisherige Kassierer, Maurice Ley, der bisherige Begleiter der Schwenkfahne Julian Schmitz und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. In der spannenden Wahl lieferten sich Maurice Ley und Julian Schmitz ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ley erhielt am Ende mit 18 Stimmen nur eine Stimme mehr als Schmitz, Schneider erhielt 6 Stimmen. Bei der Wahl zum Fähnrich der Schwenkfahne fand sich zunächst – trotz zahlreicher Vorschläge aus den Reihen der Gesellschaftsmitglieder – niemand, der sich um die Nachfolge des nicht mehr kandidierenden Amtsinhabers, Matthias Schopp, bewerben wollte. Dieser hatte den Posten von der Mainacht 2010 bis zur Mainacht 2014 und erneut seit der Mainacht 2016 innegehabt. Daher unterbrach Hauptmann Johannes Schütz kurzzeitig die Versammlung, um den Mitgliedern eine kurze Bedenkzeit einzuräumen. Für den Fall, dass niemand bereit wäre, das Amt zu übernehmen, kündigte Schütz an, dass der Posten vakant bleiben und der Vorstand versuchen werde, ihn im Jahresverlauf kommissarisch zu besetzen. Nach der etwa 15-minütigen Unterbrechung erklärte sich der Schwenkfähnrich der Jahre 2014 bis 2016, Markus Fabritius, bereit, den Posten nochmals zu übernehmen. Er wurde von der Gesellschaft per Akklamation gewählt. Im Amt des Tambourmajors bestätigten die Mitglieder den bisherigen Posteninhaber, Nils Henscheid, in offener Abstimmung ohne Gegenkandidaten einstimmig. Der bisherige Kassierer, Maurice Ley, welcher zuvor zum neuen Fähnrich der Tragfahne gewählt worden war, kandidierte nicht erneut als Kassierer. Um seine Nachfolge bewarb sich Clemens Queckenberg und wurde ohne Gegenkandidat per Akklamation gewählt. Der neue Kassierer ist 21 Jahre alt, seit 2015 Mitglied der Gesellschaft und wohnt in der Thonwerkstraße. Er übte bislang die Ämter eines Begleiters der Schwenkfahne und eines Begleiters der Tragfahne aus. Derzeit studiert er am Rhein-Ahr-Campus in Remagen Mathematik. Zum Abschluss der Vorstandswahlen erfolgte die Neubesetzung des Schriftführeramtes. Amtsinhaber Marco Böhm kandidierte nicht erneut und schied somit aus dem Vorstand nach sechsjähriger Tätigkeit aus. Er war von der Mainacht 2011 bis zur Mainacht 2015 Kassierer gewesen, hatte dann kurzzeitig das Amt des Fähnrichs der Tragfahne übernommen, bevor er im August des gleichen Jahres wieder auf den Posten als Kassierer zurückkehrte. Im September 2015 wurde er zusätzlich Schützenkönig der Gesellschaft. In der vergangenen Mainacht hatte er die Aufgabe des Schriftführers übernommen. Zu seinem Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung per Akklamation ohne Gegenkandidaten einstimmig Tim Ley. Der neue Schriftführer ist 18 Jahre alt und seit 2016 Mitglied der Gesellschaft, jedoch bereits seit Jahren aktives Mitglied des Tambourcorps. Im kommenden Wintersemester wird er ein Lehramtsstudium an der Universität Koblenz aufnehmen. Er ist wohnhaft in Heimersheim, allerdings familiär eng mit den Lantershofener Junggesellenschützen verbunden. Bereits sein Vater und sein Großvater hatten bei den Lantershofener Junggesellenschützen Vorstandsämter bekleidet.

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Die Versammlung war gut besucht.
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Gespannt lauschen die Mitglieder dem Kassenbericht.

Die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen startet somit mit einem deutlich verjüngten Vorstand in das neue Geschäftsjahr. Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit herzlich gedankt.

Neben den Vorstandsposten wählte die Gesellschaft auch die Ämter der Fahnenbegleiter und der Kassenprüfer neu. Zu Begleitern der Tragfahne wurden der ehemalige Fähnrich der Schwenkfahne Matthias Schopp und der neugewählte Kassierer Clemens Queckenberg gewählt. Die Begleitung der Schwenkfahne übernehmen im kommenden Geschäftsjahr Severin Bender und Joel Waldecker. Als Kassenprüfer bestimmten die Vereinsmitglieder den ehemaligen 1. Offizier und Fähnrich der Tragfahne Stefan Dünker sowie Matthias Schopp. Diese hatten sich in geheimer Abstimmung gegen den ehemaligen Fähnrich der Tragfahne und Tambourmajor Benedikt Fabritius sowie Adrian Seitz durchgesetzt.

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Majestät Robin Grießel leitet die Hauptmannswahl.
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Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wurden abschließend eine Reihe vereinsinterner Angelegenheiten diskutiert und Anliegen von Seiten der Mitglieder an den neuen Vorstand herangetragen. Nach dem gemeinsamen Singen der Vereinshymne „Kommt alle froh zu ehren“ entließ Hauptmann Johannes Schütz die Vereinsmitglieder um 23:00 Uhr nach einer zwar turbulenten, in Anbetracht der zahlreichen Ämterneubesetzungen jedoch sehr zügig verlaufenen Generalversammlung in die Mainacht.

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