Schützensilber - Pokale

In dieser Kategorie wird nach und nach das Schützensilber aus Vereinseigentum vorgestellt. Den Beginn machen die Pokale. Mit der Zeit erscheinen alle Pokalbeschreibungen an diese Stelle. Einfach auf den gewünschten Pokal klicken.

Alle Schützensilberfotos auf dieser Seite von Jens Peltzer

Pokale

Pokal von Alfons Bender

Eine Beschreibung von Stefan Dünker:

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Stiftungsjahr:
1956

Gravur:
"Gewidmet /  der Junggesellenschützengesellschaft / Alfons Bender / Hauptmann / 1951 – 1955"

Stifter:
Spender
Alfons Bender als Hauptmann

Der älteste der Lantershofener Schützenpokale wurde 1956 von Alfons Bender gestiftete. Seine Schale besteht aus Messing, welches außen versilbert und innen vergoldet wurde. Schaft und Fuß wurden im Zinndruckgussverfahren erzeugt und ebenfalls versilbert. Er hat eine Gesamthöhe von ca. 33 cm.

Der Stifter:
Der Stifter Alfons Bender wurde 1925 als Sohn einer alteingesessenen Lantershofener Familie geboren. In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurde er Mitglied der Junggesellen Schützen Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen. Als Eintrittsdatum infrage kommen die Jahre zwischen 1947 und 1949, da die entsprechenden Unterlagen aus diesen ersten drei Jahren ab der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeiten nach dem 2. Weltkrieg nicht überliefert sind.  Er bekleidete von der Mainacht 1950 an ein Jahr lang den Posten des Fähnrichs der Tragfahne. Aus diesem Amt heraus wurde er in der Mainacht 1951 zum Hauptmann der Gesellschaft gewählt, nachdem der bisherige Hauptmann Paul Bender nach der Kirmes 1950 durch Heirat aus der Gesellschaft ausgeschieden war. Gemäß der damaligen Vereinssatzung führte das Ausscheiden eines Hauptmanns noch nicht automatisch zu einer außerordentlichen Generalversammlung und die Aufgaben des Hauptmanns wurden bis zum Ende des Geschäftsjahres kommissarisch durch den 1. Offizier ausgeübt. Den Posten des Hauptmanns bekleidete Alfons Bender bis er 1955 durch Heirat aus den Reihen der Junggesellenschützen ausschied. In seine Zeit als Hauptmann fiel die Beendigung der langjährigen, gesellschafsinternen Auseinandersetzung, ob in der Tradition der Junggesellenvereine und gemäß den Statuten des Lantershofener Junggesellenvereins von 1835 in der Mainacht eine Mailehenversteigerung durchgeführt werden soll. Die Einigung darüber, dass von dieser Tradition Abstand genommen wird, hat bis heute Bestand. Ebenfalls unter seiner Vereinsführung spendete die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft die Statue der Mutter Gottes von Fatima, welche sich heute im Eingangsportal der Lantershofener Kirche befindet und unternahm einen, jedoch wieder zurückgenommenen, Versuch das Schützenfest von dem damals üblichen Austragungsort am Lantershofener Winzerverein weg zu verlegen.  Bereits  1968 verstarb Alfons Bender nach einem tragischen Reitunfall. Sein Sohn Peter Bender war von 1973 bis 1983 ebenfalls Mitglied der Gesellschaft und zeitweise Begleiter der Tragfahne. Auch sein Enkel Severin Bender ist seit 2012 Mitglied der Lantershofener Junggesellenschützen.

Beschreibung:
Die Schale hat eine Tiefe von ca. 16 cm und ihr Durchmesser verjüngt sich nach unten von ca. 12,5 cm auf ca. 8 cm. Die Verjüngung erfolgt weitestgehend gleichförmig, lediglich auf den unteren ca. 2 cm verläuft  die Verjüngung konvex. Die Innenseite der Schale schließt mit einem glatten Boden ab.  Auf der oberen Hälfte der vorderen Außenseite der Schale ist die Darstellung eines mit einer Schleife zusammengebundenen Lorbeerkranzes angebracht. Auf der unteren Hälfte der vorderen Außenseite der Schale befindet sich die Gravur: „Gewidmet /  der Junggesellenschützengesellschaft / Alfons Bender / Hauptmann / 1951 – 1955
Der ca. 12 cm hohe Schaft gliedert sich in fünf Bereiche.  Der oberste Teil ist ein ca. 0,6 cm hoher Ring mit einem Durchmesser von ca. 8 cm. Darunter schließt sich ein ca. 6,5 cm hoher, konkav gewölbter Bereich an, dessen Durchmesser sich von ca. 8 cm auf ca. 5,5 cm nach unten hin verjüngt. Dieser Bereich ist rundum mit konvex erhabenen Trapezen, mit halbkreisförmigen Abschlüssen oben und unten, verziert deren Breite sich von oben nach unten von ca. 1,4 cm auf ca. 1,1 cm verringert. Der dritte, ca. 3,2 cm hohe Bereich verjüngt sich in seiner oberen Hälfte konkav von einem Durchmesser von ca. 5,5 cm auf ca. 4,5 cm und in seiner unteren Hälfte konvex auf ca. 4,3 cm. Er ist ebenfalls rundum mit konvex erhabenen Trapezen, oben mit halbkreisförmigem Abschluss, verziert deren Breite sich von oben nach unten von ca. 0,9 cm auf ca. 0,8 cm verringert. Der vierte Bereich ist ein ca. 0,4 cm hoher Ring mit einer konvexen Form, der an Ober- und Unterseite einen Durchmesser von ca. 4,3 cm, mittig einen Durchmesser von ca. 4,4 cm besitzt. Der unterste, ca. 1,3 cm hohe Bereich des Schaftes ist konvex gewölbt und verbreitert sich nach unten hin von einem Durchmesser von ca. 4,3 cm auf ca. 5 cm. Er ist rundum mit konvex erhabenen Ellipsen verziert, deren Ausdehnung horizontal ca. 1,8 cm und vertikal ca. 1,2 cm beträgt. Die einzelnen Ellipsen besitzen einen Abstand von ca. 0,1 cm zueinander.  

Der Fuß ist ca. 5 cm hoch und gliedert sich in drei Bereiche. Der obere, konvex gewölbte Bereich verbreitert sich bei einer Höhe von ca. 3,4 cm nach unten hin von einem Durchmesser von ca. 5 cm auf ca. 9,7 cm. Verziert wird dieser Bereich rundum von vier, oben miteinander verbundenen, erhabenen Weinblättern. Der mittlere Bereich ist ein ca. 0,2 cm hoher Ring mit einem Durchmesser von ca. 10,3 cm. Der untere Bereich ist ca. 1,4 cm hoch und konkav gewölbt. Er verbreitert sich von oben nach unten von ca. 10,4 cm auf ca. 12,9 cm Durchmesser.

Pokal von Bruno Winand
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Eine Beschreibung von Stefan Dünker:

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Stiftungsjahr:
unbekannt

Gravur:
"Gewidmet / der / Junggesellenschützengesellschaft / Bruno Winand / Hauptmann 66-69 / König 69-70"

Stifter:
Spender
Bruno Winand als Hauptmann

Der zweitälteste der Lantershofener Schützenpokale wurde von Bruno Winand gestiftet. Er besteht aus Messing, welches außen versilbert wurde und hat eine Gesamthöhe von ca. 30,5  cm.

Der Stifter:
Der Stifter Bruno Winand wurde am 05. Mai 1942 geboren. In der Mainacht 1960 trat er, nachdem er das bis 1971 gültige Eintrittsalter von 18 Jahren erreicht hatte, in die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen ein. Er wurde 1962 durch die Generalversammlung zum Fähnrich der Tragfahne gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1966. Als Hauptmann Otto Krämer 1966 die Königswürde erlangte wurde Bruno Winand zu dessen Nachfolger ernannt. Er übte den Posten des Hauptmanns drei Jahre lang aus und krönte seine Junggesellenzeit auf dem Schützenfest 1969 mit seinem gelungenen Königsschuss. Seine Zeit als Vorstandsmitglied fiel in schwierige Jahre für den Verein. Seit der Reaktivierung der Schützengesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg hatte diese aus demographischen Gründen kontinuierlich Mitglieder verloren. Mitte der 1960er Jahre fiel der Mitgliederstand auf einen historischen Tiefststand, als die Gesellschaft kaum mehr 20 Mitglieder zählte und das Tambourcorps nur noch durch die Unterstützung von ehemaligen Vereinsmitgliedern seine Spielfähigkeit aufrecht erhalten konnte. Dennoch gelang es in diesen Jahren einige für den Verein wegweisende Neuerungen durchzuführen. Besonders hervor stechen hierunter die Anschaffung einer neuen Tragfahne im Jahr 1967, welche die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft bis heute verwendet, und die Einführung des Maubichfestes im Jahr 1968, welches heute die Haupteinnahmequelle des Vereins darstellt.

Nach seiner einjährigen Regentschaft schied Bruno Winand im September 1970, nach mehr als 8 - jähriger Vorstandstätigkeit, aus der Vereinsleitung aus. Im Folgejahr verließ er durch Heirat auch die Reihen der Gesellschaft. Bruno Winand, der beruflich als Inhaber einer in Lantershofen ansässigen Installateurfirma tätig war, engagierte sich Zeit seines Lebens im Dorf. Beim Lantershofener Karneval trat er regelmäßig als Büttenredner auf und war zeitweise Sitzungspräsident. Bereits im Jahr seines Königsschusses wurde er Mitglied der Bürgervereinigung und sofort in deren Vorstand aufgenommen, der bis 1979 noch nicht gewählt sondern vom Ehrenhauptmann der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft Eduard Schütz ernannt wurde. Dem Bürgervorstand gehörte er so zunächst 10 Jahre lang bis 1979 als Beisitzer, von 1979 bis 1991 als 2. Vorsitzender und ab 1991 bis zu seinem Tod als Vorsitzender an. Außerdem war Bruno Winand Mitglied des Leutnantsgliedes der St. Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler und Beisitzer im Vorstand der Sanitär und Heizungstechnik-Innung Ahrweiler. Er verstarb am 04. Oktober 2004 im Alter von 62 Jahren. Sein Sohn Gregor Winand war seit 1993 ebenfalls Mitglied der Lantershofener Junggesellen-Schützen-Gesellschaft und übte von 1997 bis 2006 das Vorstandsamt des Kassierers aus. Zudem errang er im Jahr 2000 die Königswürde der Gesellschaft. Bruno Winands Töchter Ulrike und Claudia engagierten sich über mehrere Jahre hinweg in den Reihen der Brötchesmädche.

Beschreibung:
Die Schale hat eine Tiefe von ca. 22,5 cm und besteht aus zwei Bereichen. Der obere Bereich ist konkav gewölbt und verjüngt sich nach unten hin auf einer Höhe von ca. 1 cm von einem Durchmesser von ca. 11,3 cm auf einen Durchmesser von ca. 10,4 cm. Der obere und der untere Bereich werden außen rundum durch eine leichte Vertiefung getrennt. Der untere Berich hat eine Höhe von ca. 21,5 cm und verjüngt sich nach unten hin gleichförmig von einem Durchmesser von ca. 10,4 cm auf ca. 6,4 cm. Die Innenseite der Schale schließt mit einem glatten Boden ab.  Auf der oberen Hälfte der vorderen Außenseite der Schale befindet sich die Gravur: „Gewidmet / der / Junggesellenschützengesellschaft / Bruno Winand / Hauptmann 66-69 / König 69-70“. Der Name Bruno Winand ist kursiv gesetzt.

Der ca. 2,8 cm hohe Schaft ist von einer Manschette aus braunem Kunststoff umschlossen. Die Manschette hat eine Stärke von ca. 0,4 cm. An den oberen und unteren jeweils ca. 0,4 cm ist die Manschette konvex abgerundet. Im dazwischen liegenden Bereich ist die Manschette rundum mit acht übereinanderliegenden Reihen von Messingkugeln besetzt.

Der Fuß ist ca. 5,2 cm hoch und gliedert sich in zwei Bereiche. Der leicht konkav gewölbte obere Bereich verbreitert sich nach unten hin von einem Durchmesser von ca. 6,4 cm auf ca. 10,7 cm bei einer Höhe von ca. 4,3 cm. Der untere Bereich ist ca. 0,9 cm hoch und hat einen Durchmesser von ca. 10,7 cm.

Hauptmannspokal
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Eine Beschreibung von Stefan Dünker:

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Stiftungsjahr:
unbekannt

Gravur:
"Hauptmannspokal / gest. v. d. ehem. Hauptleuten d. / Junggesellenschützen Gesellschaft / „St. Lambertus“ / Josef Franken,Otto Krämer,Bruno Winand / Reinhard Schütz, Erich Althammer"

Stifter:
Josef Franken, Otto Krämer, Bruno Winand, Reinhard Schütz, Erich Althammer

Der vierte der Lantershofener Schützenpokale wurde von den ehemaligen Hauptleuten der Gesellschaft Josef Franken, Otto Krämer, Bruno Winand, Rheinhard Schütz und Erich Althammer gestiftet. Er besteht hauptsächlich aus versilbertem Messing und hat eine Gesamthöhe von ca. 31,7 cm.


Die Stifter:


Josef Franken
(*1928)

Malermeister

1947/49 – 1958

Mitglied der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft

1951 – 1952 König
1952 – 1954 2. Offizier
1954 – 1956 1. Offizier
1956 – 1957 Hauptmann
   
1958 – 1991 Mitglied im Vorstand der Bürgervereinigung Lantershofen
    1958 – 1979     als Kassierer
    1979 – 1991     als Vorsitzender
seit 1991 Ehrenvorsitzender der Bürgervereinigung Lantershofen
2011 Erster Diamantjubilar der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft
   


Otto Krämer
(*1935)

Landwirt, Brennereibesitzer
1953/54 – 1980 Mitglied der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft
1955 – 1957 Kassierer
1955 Fähnrich der Tragfahne
1955 – 1956 2. Offizier
1956 – 1957  1. Offizier
1957 – 1966 Hauptmann
1966 Hauptmann
1966 – 1967 König
   
   


Bruno Winand
(1942-2004)

  Biografie unter: Pokal von Bruno Winand
   


Reinhard Schütz
(*1946)

Landwirt
1964/66 – ??? Mitglied der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft
1966 – 1969  Fähnrich der Schwenkfahne
1969 – 1975 Hauptmann
1975 – 1976 König
   
seit ??? Vorsitzender des Ortsbauernverbandes Lantershofen
   


Erich Althammer
(*1949)

Rechtsanwalt
1967 – 1979 Mitglied der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft
1967 – 1969  Schriftführer
1969 – 1970 2. Offizier
1970 – 1975 Fähnrich der Schwenkfahne
1975 – 1979 Hauptmann
1979 – 1980 König
   
seit 1979 Mitglied im Vorstand der Bürgervereinigung Lantershofen
    1979 – 1991     als Schriftführer
    1991 – 2004     als 2. Vorsitzender
    seit 2004    als Vorsitzender
seit 1992 Vorsitzender des Winzerverein Lantershofen
   

Beschreibung:
Die Schale hat eine Tiefe von ca. 19,8 cm. Ihr Durchmesser verjüngt sich von oben nach unten von ca. 10,8 cm auf ca. 4,1 cm. Die Geschwindigkeit der Verjüngung nimmt von oben nach unten leicht zu. Die Innenseite der Schale schließt mit einem glatten Bereich, umgeben von zwei Ringen ab. Der innere Ring liegt geringfügig höher als der äußere Ring. Der äußere Ring wiederum liegt geringfügig höher als der innere Bereich. Auf dem oberen Zweidrittel der vorderen Außenseite der Schale befindet sich die Gravur: „Hauptmannspokal / gest. v. d. ehem. Hauptleuten d. / Junggesellenschützen Gesellschaft / „St. Lambertus“ / Josef Franken,Otto Krämer,Bruno Winand / Reinhard Schütz, Erich Althammer“ Die Zeile „St. Lambertus“ ist etwas größer, die beiden Zeilen mit Namen etwas kleiner als die restliche Gravur. Zwischen der ersten und zweiten sowie zwischen der vierten und fünften Zeile der Gravur ist der Zeilenabstand leicht erhöht.

Der ca. 1,4 cm hohe Schaft ist von einer Manschette aus Messing umschlossen. Die Manschette hat oben und unten eine Stärke von ca. 0,2 cm. Sie schließt nach oben hin konvex abgerundet, nach unten hin glatt ab. Im mittleren Bereich umschließt die Manschette rundum ein nach links laufendes, um ca. 0,2 cm erhabenes, dreigliedriges Muster, dass an einen Lorbeerkranz erinnert.
Der Fuß ist ca. 7,8 cm hoch. Sein Durchmesser verbreitert sich von oben nach unten von ca. 4,1 cm auf ca. 8,8 cm. Die Geschwindigkeit der Verbreiterung nimmt von oben nach unten leicht ab.
Unterhalb des Fußes ist ein quadratischer Holzsockel angebracht. Dieser hat eine Höhe von ca. 2,7 cm und eine Seitenlänge von ca. 10 cm. Die oberen Seitenkanten des Fußes sind im Bereich der oberen ca. 0,2 cm in einem 45-Grad-Winkel abgeschrägt.